Die Pflege danach

Nach jeder Rasur solltest du die behandelten Stellen gut eincremen, damit deine Haut sich beruhigt. Was für eine Creme du verwendest, hängt davon ab, wie empfindlich deine Haut ist.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Lotion kein Alkohol enthält. Oft bestehen After-Shave-Cremes für rasierte Männergesichter zu einem großen Teil aus Alkohol. Es stimmt, Hochprozentiges desinfiziert die Haut. Generell werden Wunden oft mit Alkohol behandelt, damit sie sich nicht entzünden.

Rasierwasser

Rasierwasser ist der Klassiker für die Hautpflege nach der Rasur. Eine Pflege ohne Alkohol ist jedoch meist besser.

Nach der Rasur haben viele Frauen allerdings eher schlechte Erfahrungen mit alkoholhaltigen Cremes und Lotions gemacht. Die Haut wird so nur noch mehr gereizt und trocknet viel schneller aus.

Nimm stattdessen eine sanfte Creme, die viel Feuchtigkeit spendet. Wenn deine Haut nicht ganz so empfindlich ist, reicht oft schon eine ganz normale Feuchtigkeitscreme, die du für ein paar Euro in jeder Drogerie kaufen kannst.

Aloe Vera

Viele berichten von guten Ergebnissen beim Gebrauch von Aloe Vera. Die auch Wüstenliliegenannte Pflanze spendet der Haut viel Feuchtigkeit und wird seit Tausenden von Jahren als Helfer bei allen möglichen Wunden und Verletzungen wie zum Beispiel Sonnenbrand oder Pilzbefall eingesetzt. Schon Alexander der Große soll eine entzündete Verletzung, die er sich bei einem Pfeilschuss zugezogen hatte, mit Aloe Vera Öl behandeln lassen haben. Etwa seit den 60er Jahren wird Aloe Vera wegen seiner schützenden und feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffe auch in der Kosmetik verwendet.

Du kannst die Heilpflanze entweder direkt als Aloe Vera Gel nach der Rasur auftragen oder du benutzt erst mal probeweise eine Creme die Aloe Vera enthält. Richtiges Aloe Vera Gel kann unter umständen recht teuer sein. Du solltest mit mindestens zehn Euro pro 100 Milliliter rechnen.

Auch bei vielen herkömmlichen Cremes ist Aloe Vera bei den Inhaltsstoffen aufgeführt. Sie enthalten die Pflanze dann nicht in so hoher Konzentration, sind aber oft etwas günstiger.

Wenn du noch nicht weißt, ob Aloe Vera bei dir eine Wirkung zeigt und die roten Pickelchen verschwinden, kannst du vielleicht zunächst probeweise eine günstigere Creme verwenden. Wenn du merkst, dass die roten Stellen wirklich weniger werden, kannst du immer noch zu reinem Aloe Vera Gel greifen.

Cremes mit Urea

Manche Frauen bevorzugen hingegen eher Cremes die Urea enthalten. Dieser Harnstoff wird oft in Kosmetikprodukten eingesetzt, weil er viel Feuchtigkeit spenden soll. In der Pharmazie ist Harnstoff als Keratolytikum bekannt. Hoch konzentriert wird er unter anderem bei der Behandlung von Nagelpilzen eingesetzt. Auch bei Ekzemen profitieren Betroffene von der feuchtigkeitsspendenden Wirkung. Urea soll die Hautzellen dabei unterstützen sich miteinander zu verbinden. Früher wurde der Harnstoff meist aus dem Urin von Pferden gewonnen. Heute kann Urea auch synthetisch hergestellt werden.

Urea soll, Experten zufolge, genau auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmt sein. Die Fette, die die Haut selbst produziert, werden manchmal regelrecht „ausgewaschen“, wenn du zu häufig duschst. Deine Haut kann dann unter Umständen nicht schnell genug neue eigene Fette nachproduzieren. Urea soll dann dabei helfen, diesen Verlust auszugleichen.

Kritiker merken an, dass Cremes die Urea enthalten, oft allerdings nicht für ein langfristiges Gleichgewicht der Haut sorgen. Die Haut sei demnach sofort wieder so trocken wie zuvor, wenn die Creme nicht mehr verwendet wird.

Einen Versuch ist es auf jeden Fall Wert. Denn wenn du die Pickelchen nach dem Rasieren mit Urea in den Griff kriegst, gibt es eigentlich keinen Grund, es wieder abzusetzen.

Urea hat zudem den Vorteil, dass es schnell einzieht und du nicht mit einem öligen Film auf der Haut herumlaufen musst. Produkte mit Urea gibt es in verschiedenen Preiskategorien. Schon für nur ein paar Euro sind Cremes, die den Wirkstoff enthalten, in Drogerien zu kaufen. Wenn dir danach ist, kannst du auch mehr für ein Produkt mit Harnstoff ausgeben.

Viele Testerinnen meinen allerdings, dass das nicht nötig ist und dass eine günstige Creme, die Urea enthält, genau so wirksam ist, wie die etwas teureren Produkte.

Babypuder

Für die Pflege nach der Rasur schwören manche Frauen auf Babypuder. Das Puder sorgt dafür, dass der Schweiß, den die Haut selbst dann produziert, wenn du es gar nicht merkst und dir gar nicht warm ist, aufgesaugt wird. Ähnlich ein Babypopo, für den das Puder ja eigentlich gedacht ist, wird deine Haut beruhigt und Reizungen verhindert.

Durch das Puder bleibt deine Haut außerdem trocken und wird nicht noch zusätzlich gereizt, wenn sie an etwas reibt. Wenn du dich unter der Dusche rasiert hast und dich nachher wieder anziehst, reibt deine Haut automatisch an der Kleidung. Das kannst du nicht verhindern, auch wenn du dich so wenig bewegst wie möglich. Das Puder kann die Haut davor schützen, dass sie an der Kleidung wund gerieben wird.

Zugegeben, es klingt etwas merkwürdig, dass man sich an seiner Kleidung wund reiben kann. Doch direkt nach der Rasur ist die Haut so empfindlich, dass es sich lohnen kann, das Babypuder einmal auszutesten. Zudem ist das Puder sehr günstig. Für einen bis drei Euro ist das Puder in der Drogerie erhältlich.

Seiten zum Thema Rasieren

Andere Methoden