Elektroepilation im Wandel der Zeit

Etwa 1875 begannen die Menschen, ihre Körperhaare mithilfe von Elektrizität zu vernichten. Auf diese Weise kann dafür gesorgt werden, dass die Haut nicht nur kurzzeitig glatt wird – sie bleibt es auch langfristig.

Seit damals wird die Elektroepilation in etwa nach dem gleichen Prinzip durchgeführt. Eine bestimmte Dosis Strom wird durch eine feine Sonde in die Haarfollikel eingeführt. So soll die Haarwachstumszelle für immer geschädigt werden und es wachsen keine Haare mehr nach.

Zunächst wurden nur eingewachsene Wimpern entfernt

1875 wurde allerdings noch nicht daran gedacht, die Elektroepilation für dauerhaft glatte Haut zu verwenden. Es ging dem Augenarzt Dr. Charles E. Michael nicht darum, seinen Patienten zu einem besseren Aussehen zu verhelfen, als er mit Elektrizität eine eingewachsene Wimper entfernte. Schönheitsideale standen zum damaligen Zeitpunkt ganz und gar nicht im Vordergrund. Zudem dauerte es rund vier Minuten, bis ein einzelnes Haar so weit bearbeitet war, dass es nie wieder nachwuchs.

Die Entwicklung machte Fortschritte

1916 gab es weitere Fortschritte. Professor Paul Kree aus New York entwickelte das Mehrfachnadelsystem, bei dem mehrere Sonden zur gleichen Zeit benutzt werden können. So dauerte das Entfernen von mehreren Haaren nicht mehr ganz so lang.

1923 erfand der französische Arzt Jules Bordier ein anderes Verfahren: die Thermolyse der Elektroepilation. Dabei gelangt hochfrequentierter Wechselstrom in die Follikel. Sie werden durch eine thermische Reaktion zerstört und koagulieren dabei, was bedeutet, dass dabei die Gefäße so verschlossen werden, dass es nicht blutet. Ab 1940 setzte sich diese Art der Haarentfernung allmählich durch.

Patent auf die Blendmethode

1938 wurde in den USA die Blendmethode (zu deutsch etwa „Mischmethode“) von den Elektrologisten Arthur Hinkel und Henry St. Pierre entwickelt. Bei der Blendmethode wird galvanischer Strom mit Hochfrequenzstrom vermischt. Das galt als die beste Art, um Haare dauerhaft zu entfernen. 1948 meldeten die beiden Wissenschaftler ein Patent für ihre Methode an und auch heute wird die Blendmethode noch angewandt.

1968 nahm Hinkel noch einige Verbesserungen vor. In erster Linie optimierte er die Geräte, die für die Enthaarung benutzt wurden.

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